Los Geht's 2017

Kommune treffen, finden, gründen

Awareness

„to be aware: sich bewusst sein, sich informieren, für gewisse Problematiken sensibilisiert sein.“

Wir wünschen uns, dass das Los Geht’s 2017 für alle ein schönes Erlebnis wird und sich alle möglichst wohl fühlen können. Das kann nur funktionieren, wenn wir achtsam und respektvoll miteinander umgehen und uns für unser eigenes Verhalten sensibilisieren. Bitte macht euch sowohl eure eigenen körperlichen und emotionalen Grenzen, als auch die der anderen Teilnehmer*innen bewusst und tragt dafür Sorge, dass sie gewahrt werden!
Falls es dennoch passiert, dass es zu Grenzverletzungen kommt und eine*r von grenzüberschreitendem Verhalten betroffen ist (oder dieses beobachtet) und unterstützt werden möchte, kann die Person sich beim Awareness-Team melden.

Awareness ist ein Konzept, dass sich gegen jede Form von Grenzverletzung, Gewalt und Diskriminierung durch sexistische, rassistische, ableistische, homo- oder transphobe Handlungen und Haltungen stellt, sie nicht toleriert, sondern dagegen handelt beziehungsweise Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.

Wichtig: Diskriminierung funktioniert ohne böse Absicht! (Falls ihr euch dazu weiter informieren möchtet, schaut sehr gerne in die Broschüre „Respect Guide“ von i-päd, in welcher auch alle oben benannten Begriffe sehr gut verständlich erklärt werden.

Das Awareness-Team hat die Aufgabe für die betroffene Person ansprechbar zu sein, ihr zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen. Dafür wird ein sicherer Ort zur Verfügung gestellt, den die betroffene Person als Schutzraum nutzen kann, in dem ihr zugehört wird, ihre Perspektive nicht in Frage gestellt wird und sie – insofern das ihr Wunsch ist – nicht mit der Wahrnehmung der anderen Person konfrontiert wird.
Aufgabe des Awareness-Teams ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem die betroffene Person sich wohl fühlt. Das kann u.a. heißen, dass sie zur Ruhe kommen kann, ihr Selbstwertgefühl gestärkt wird und sie ihre Handlungsfähigkeit wiedererlangt. Es geht darum, das Gefühl von Ohnmacht und Ausgeliefertsein zu überwinden und zu vermitteln, dass persönliche Grenzen – egal, wo sie liegen, völlig okay sind. Die Definition, was eine Grenzverletzung ist, liegt bei der Person, deren Grenze verletzt wurde. Das Awareness- Team ist insofern parteilich, sieht sich aber auch nicht als „Festival-Polizei“, d.h. das Team kann nicht – ohne Rücksprache mit dem Orga-team – Menschen des Festivals verweisen. Bei Grenzverletzungen, die die Handlungsmöglichkeiten des Teams überschreiten, ist es seine Aufgabe, professionelle Hilfe und ggfs. die Polizei einzuschalten.

Wir wollen mit dem Awareness-Konzept dazu beitragen das Gelände des Los Geht’s für alle Teilnehmer*innen zu einem geschützteren Ort zu machen, an dem sich jede*r gerne aufhält und frei äußern mag. Uns ist aber auch klar, dass dazu ein Konzept allein nicht ausreicht, sondern unser Umgang miteinander entscheidend dafür ist, dass es ein schönes und gelungenes Los Geht’s 2017 wird!